Mit der Fensterlüftung sind unangenehme Luftbewegungen (Luftzug), Lärm und Wärmeverluste verbunden. Um Heizenergie zu sparen, wird heute oft weniger gelüftet als früher. Bei zu geringem Luftwechsel besteht im Winter die Gefahr von Bauschäden durch zu hohe Luftfeuchtigkeit (Schimmelpilz, graue Ecken).
Wer eine gute Luftqualität in der Wohnung wünscht, entscheidet sich zwischen Dauerlüften (z.B. gekippte Fensterflügel) und Stosslüften (Fenster wird periodisch für kurze Zeit geöffnet). Wer dauerlüftet, nimmt einen hohen Energieverlust in Kauf.
Trotz vieler technischer Entwicklungen an Bauhülle und Haustechnik blieb das Thema Lüften / Luftwechsel weitgehend unberücksichtigt. Neben der Fensterlüftung sind meist nur Abluftanlagen in Küchen und innenliegenden Sanitärräumen bekannt.
In der Schweiz sind heute von 100 Wohnbauten 13 mit Abluftanlagen und nur zwei mit einer Lüftungsanlage versehen. Die übrigen 85 Wohnbauten werden via Fenster belüftet. besonders in neuen, gut wärmegedämmten und dichten Bauten reicht der Luftwechsel durch Fenster- und Türfugen nicht mehr aus. Hier bleibt also nur die Wahl zwischen fleissigem Stosslüften oder dem energetisch ungünstigen Dauerlüften.
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